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Philosophie Essenzen
0 - Der Narr
I - Der Magier
II - Die Hohepriesterin
III - Die Kaiserin
IV - Der Kaiser
V - Der Hohepriester
VI - Die Liebenden
VII - Der Wagen
VIII - Ausgleichung
IX - Der Eremit
X - Glück
XI - Lust
XII - Der Gehängte
XIII - Der Tod
XIV - Kunst
XV - Der Teufel
XVI - Der Turm
XVII - Der Stern
XVIII - Der Mond
XIX - Die Sonne
XX - Das Aeon
XXI - Das Universum

XIII - Der Tod

In der westlichen Gesellschaft haben die meisten Menschen Angst vor dem Tod, sowohl vor ihrem eigenen als auch vor dem Tod von Angehörigen oder Freunden. Gleichzeitig wissen alle, dass der Tod unvermeidlich ist. Vielleicht ist das wichtigste an ihm, dass er Platz für Neues schafft. Genau das ist auch sein symbolischer Gehalt.
Menschen, denen die Tarotessenz des Todes helfen würde, haben Angst vor Veränderungen oder oft einfach nur davor, dass die Dinge ganz anders sind, als sie es gern hätten.
Vielleicht hast Du viel erreicht in Deinem Leben. Dann stehst du plötzlich vor einem Moment, an den Du darum kämpfen musst, das Erreichte zu bewahren. Aber warum eigentlich kämpfst Du? Ist es Dein Lebenswerk wert? Ist es so wertvoll, dass es weiter bestehen muss? Hat es Entwicklungspotential? Oder ist seine Zeit eigentlich vorbei und Du kannst Dich nicht trennen? Funktioniert Deine Beziehung nicht mehr? Du weißt es und traust Dich nicht zu gehen? Lieber ein Schrecken ohne Ende, als ... ein Ende? Ist es die Angst vor dem Danach? Die Angst vor der Zukunft? Der Mangel an Vertrauen in den Fortgang Deines Lebens?
Menschen mit einem unerlösten Tod haben Angst vor Veränderungen. Vielleicht nicht vor jeder Angst aber doch zumindest so heftig, dass sie in ihrer Entwicklung oder in ihrem Alltag davon blockiert werden.
Und dann sind der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Nahezu alles, was die Zukunft verändern könnte, kann betroffen sein.
Du hast eine Religion. An sich gut, doch irgendetwas stimmt nicht damit? Sie ist vielleicht zu starr? Sie hat Inhalte, von denen Du denkst, sie passen nicht zu Dir? Vielleicht verlangt Deine Religion sogar, Dinge aufzugeben, die Du nicht aufgeben kannst?
Auch hier handelt es sich letztlich um eine Form der Angst vor der Zukunft.
In Deiner Umgebung sind Menschen, für die Du Dich verantwortlich fühlst. Z.B. Deine Kinder. Kannst Du sie erwachsen werden lassen? Kannst Du akzeptieren, dass sie selbstständiger werden und gehen? Kommst Du damit klar, dass sie nicht so sind, wie Du es gern hättest? Niemand verlangt von Dir strahlende Freude bei dem Gedanken an den Verlust eines Lebensgefährten. Aber wovor hättest Du dabei tatsächlich Angst? Und könntest Du die Leere die entsteht füllen?
Das gleiche gilt für den Verlust eines Projektes, eines Besitzes (Deine Haus, an dem Du baust, Dein Garten vielleicht). Was wirst Du mit der Zeit, die Du bisher dafür verwendest tun?
Die Angst vor der Zukunft tarnt sich oft als die Unfähigkeit loszulassen. In schlimmeren Fällen neigt ein unerlöster Tod dazu, vor seiner eigenen Zukunft, völlig unabhängig davon ob eine Änderung in Sichtweite ist oder nicht, Angst zu haben. Das Leben kann mehr und mehr von dieser Angst bestimmt werden.
In aufgewühlten Phasen, vielleicht während der PMS tritt sie ansatzweise zu Tage, die Träume berichten anfangs davon. Irgendwann wird sie so stark, dass sie das Leben selbst lähmt.
Ein unerlöster Tod schafft so vielleicht erst die Probleme, vor denen er sich seit langem fürchtet.
Es gilt ein wesentlicher magischer Grundsatz. Je heftiger Deine Befürchtung, umso wahrscheinlicher ist, dass sie wahr wird. Denn du ziehst ein Komplement dessen an, was Du aussendest.
Die Tarot-Essenz des Todes kann dir helfen, den Grund Deiner Angst zu finden. Du kannst herausfinden, was Dich lähmt. Du kannst lernen, die Angst zu besiegen. Du findest heraus, ob sie einen realen Hintergrund hat, ob sie etwas ganz anderes überdeckt oder letztlich ein Produkt Deines Kopfes ist.
Für alle gibt es Situationen, die ängstigen. Wir alle wissen oft nicht genau, ob und wie wir die Lücken füllen können, die der Verlust eines Menschen oder einer Gegebenheit mit sich bringt.
Manchmal fühlen sich Menschen in einer Art Gefangenschaft wohl, weil sie meinen, die Herausforderungen der Freiheit nicht bewältigen zu können. Aber Vertrauen in das Leben und die eigenen Fähigkeiten sind erlernbar. Ebenso Vertrauen in das Leben anderer Menschen. Das Leben geht in irgendeiner Form weiter, egal was passiert. Es kommt darauf an, was wir aus den Umständen machen.

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