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XX - Das Aeon
XXI - Das Universum

XV - Der Teufel

Unerlöste Teufel neigen zu destruktivem Verhalten.
Dies kann sehr unterschiedliche Formen annehmen. Auf jeden Fall aber ist es "teuflisch" im landläufigen Sinne des Wortes.
Manche der Betroffenen empfinden es als lustvoll, zu zerstören. Dabei kann es sehr wohl um die Zerstörung, das Leiden von Menschen gehen. Dies kann genauso durch physische Gewalt geschehen, wie durch andere Mechanismen.
Beispielsweise steckt nicht immer hinter Mobbing der Kampf um die bessere Position in einer Firma. Oft wird dahinter der Spass am Leiden anderer versteckt. In bestimmten Berufsgruppen, unter bestimmten sozialen Verhältnissen oder ausgestattet mit zu viel Macht können solche Menschen zu einer ernsten Gefahr werden. Manchmal wird zur Gewaltanwendung eine Legitimation konstruiert, die andere aber auch die Betroffenen selbst über die eigentlichen Gründe im unklaren lassen soll.
Schlägereien in Fussballstadien, Strassenschlachten zwischen Polizei und Demonstranten oder auch verfeindeten Gruppen oder Gangs sind Gegebenheiten an denen viele unerlöste Teufel mittels einer meist selbst geglaubten Scheinlegitimation Gewalt ausleben. (Wobei nicht alle Teilnehmenden zwangsläufig zur Kategorie "unerlöste Teufel" gehören.)
Die andere Seite des gleichen Phänomens sind die Selbstzerstörer bzw. Selbstzerstörerinnen. Die Möglichkeiten dieser Gruppe sind enorm vielfältig. Viele Drogenmissbräuche oder Süchte gehen auf das Konto eines Selbstzerstörungstriebes. Viele psychische Erkrankungen resultieren daraus. Oft werden unbewusst Situationen geschaffen, aus denen heraus Umweltfaktoren den eigenen Hang unterstützen. Versagen im Job oder in der Schule wird nicht selten selbst inszeniert. Bei vielen Menschen gehen Zerstörung und Selbstzerstörung Hand in Hand.
Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie in der Regel die Ursache ihrer Handlungsweise nicht kennen oder zumindest nicht aufheben oder verarbeiten können.
Manchmal erreichen die unerlösten Teufel Punkte, an denen sie sich ihrer Handlungen bewusst werden und vor dem "Teufel in sich" erschrecken. Hin und wieder kommen auch Situationen vor, in denen das Mass an (Selbst)zerstörung über das hinausgeht, was sie tolerieren können.
Wenn die Frage nach dem Warum oder die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung auftaucht, kann der Teufel erlöst werden.
Ein mögliches Hilfsmittel ist die Tarotessenz des Teufels.
Sie unterstützt den Weg des Erkennens des eigenen destruktiven Potentials. Sie fördert das Durchschauen der Ursachen und hilft, ein neues, den Betroffenen angemessenes Verhältnis von Destruktion und Konstruktion zu finden.
Auf den ersten Blick scheint das Thema des Teufels eines der Schwierigeren zu sein. Das liegt weniger an seinem Inhalt selbst, als an unserem Umgang mit Ethik und Moral der Zerstörung.
Niemand garantiert, dass bei der Auflösung unbewusster Aggressionen, beim Erkennen der bislang unverstandenen Selbtstzerstörung nicht trotzdem ein zerstörerisches Potential bleibt.
Keine der Tarotessenzen, auch nicht die des Teufels, hat eine eingebaute Ethik oder Moral.
Auch ein erlöster Teufel kann durchaus sehr destruktiv sein. Der Unterschied ist, dass die neue Art der Destruktion das Ergebnis einer bewussten Entscheidung ist. Sehr wahrscheinlich ist sie um einiges zielgerichteter und aus der Sicht des erlösten Teufels situationsangemessen.
Vielleicht geht es dabei um das Erreichen eines ganz konkreten Zieles, vielleicht um die Befreiung aus einer bestimmten Zwangslage, vielleicht darum, auf Missstände aufmerksam zu machen oder die eigenen Grenzen zu wahren. Vor allem jedoch wenn es um Spass an Gewalt oder Zerstörung geht, ist es möglich, Gegebenheiten oder Räume zu schaffen, in denen die Lust ausgelebt werden kann, ohne dass davon eine Gefahr für Menschen ausgeht.
Viele erlöste Teufel verzichten ganz auf Gewalt. Für sie ist Zerstörung keine weiterhin sinnvoll erscheinende Option. Machtkämpfe verschwinden zugunsten von Kooperation. Unterdrückung wird ersetzt durch gemeinsames Entwickeln. Sie erkennen die Ursachen ihres bisherigen Verhaltens und beseitigen sie.
Dabei tauchen in der Regel neue Potentiale und Energien auf, die den Menschen zur Verfügung sehen.

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